Veranstaltung
Workshop zum Thema „Flight for Survival: Bekämpfung des illegalen Tötens, Fangens und Handels von Zugvögeln und der Auswirkungen von Energieinfrastrukturen in der zentralasiatischen Flugroute“.
Das Büro der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea und der Mongolei veranstaltete den Workshop gemeinsam mit dem Wildlife Science and Conservation Center der Mongolei im Rahmen des Global Project for Mitigation and Adaptation to Climate Change (GMACC) der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS).
Mehr als 30 Experten aus 10 Ländern tauschten sich über die aktuelle Situation des IKTT und die Auswirkungen der Energieinfrastrukturen in CAF aus. Während des Workshops wurden nachhaltige und integrative Perspektiven über die Bedeutung der traditionellen Kultur, des Lebensstils und der erneuerbaren Energien für die Zugvögel in der zentralasiatischen Flugroute diskutiert.
Frau Munkhdush Judaa, leitende Beamtin im Ministerium für Umwelt und Tourismus der Mongolei, überbrachte Glückwünsche und betonte die Politik der mongolischen Regierung zum Thema „gefährdete Arten - gegen illegale Jagd und das Tötungsgesetz“.
In der von Felix Glenk von HSS Mongolia moderierten ersten Hälfte wurde der aktuelle Stand des illegalen Tötens, Fangens und Handels mit Zugvögeln entlang der zentralasiatischen Flugroute von Experten aus Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan und Indien vorgestellt.
Madina Tauyekelova (Projektkoordinatorin) und Alexey Timoshenko von der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK) sprachen über Zugvögel in Kasachstan und die darauf bezogenen wichtigsten Bedrohungen und Abhilfemaßnahmen. Danach sprach Dr. Maksim Mitropolskiy aus Usbekistan über die illegale Tötung, Entnahme und den Handel von Zugvögeln in Usbekistan. Jérémie Berlioux aus Kirgisistan berichtete über die aktuelle Situation bei der Bewertung der Bedrohung durch Stromleitungen in Kirgisistan und den Status der IBA (Important Birds Area) in Kirgisistan.
Als letzter Redner von Sitzung 1 berichtete Dr. Ramesh Kumar aus Indien über seine Forschung zu den Auswirkungen von Energieinfrastrukturen und der illegalen Tötung von Vögeln entlang von CAF - mit Schwerpunkt auf dem indischen Szenario.
Sitzung 2 stand unter dem Motto 'Wildvogelhandel in der zentralasiatischen Flugroute' und wurde von Dr. HyunAh Choi von der HSS Korea moderiert.
Dr. Yong Ding Li von BirdLife Asia sprach über den illegalen Fang von Wasservögeln in Süd-/Südostasien - Erfahrungen und Lehren aus der Region, insbesondere über die Problematik der Fangnetze.
Dr. Nyambayar Batbayar aus der Mongolei berichtete über den illegalen Fang und Handel mit Vogelarten in der Mongolei. Der niederländische Online-Redner Dr. Taej Mundkur berichtete über seine Studie zur Situationsanalyse für den Schutz von Zugvögeln in der CAF-Region.
Und Dr. Liang Zhijian aus China berichtete über die Auswirkungen der landesweiten Strafverfolgung auf den Handel mit Heimvögeln in China.
Dr. Tungalag Ulambayar sprach über das Projekt Silent Steppe II: Mongolia's Wildlife Trade Crises, Ten Years Later.
In der Sitzung 3, die von Munkhjargal vom WSCC Mongolei moderiert wurde, ging es um die Auswirkungen der Energieinfrastruktur auf Vögel und ihre Lebensräume und deren Abschwächung.
Tilman Schneider gab einen Überblick über die Bedeutung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Infrastruktur für den Schutz wandernder Arten.
Herr Bold Batbayar erläuterte das von BirdLife International entwickelte Avian Sensitivity Tool for Energy Planning.
Nach den Präsentationen tauschten die Teilnehmer in der Diskussionsrunde Fragen und Ideen aus.
Abschließend sprach Dr. Bernhard Seliger von der HSS Korea ein Schlusswort und betonte die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit zum Schutz von Zugvögeln und ihren Lebensräumen in Zentralasien.