Agrarkooperation auf der Koreanischen Halbinsel
Runder Tisch zur landwirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der Koreanischen Halbinsel
Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) Korea organisierte am 13. Mai 2026 gemeinsam mit Partnern einen Runden Tisch, um Forschungsergebnisse zur Koreanischen Halbinsel vorzustellen und aktuelle politische Entwicklungen in Nordkorea in den Bereichen Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Bauwesen und Umwelt zu diskutieren. Zudem wurden mögliche Bereiche für eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen den relevanten Institutionen erörtert.
Die Eröffnungsrede hielt Herr Felix J. Glenk, Repräsentant der HSS Korea. Er begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs und einer fortgesetzten Zusammenarbeit zu Fragen der regionalen Kooperation.
Im Rahmen des Runden Tisches fanden Vorträge und Diskussionen zu einem breiten Themenspektrum statt, darunter Veränderungen in der nordkoreanischen Agrarpolitik, regionale Entwicklungsstrategien, Bau- und Tourismusentwicklung, der strukturelle Wandel im ländlichen Raum sowie umweltpolitische Trends. Die Referierenden wiesen darauf hin, dass Nordkorea zunehmend den Fokus auf die Modernisierung der Landwirtschaft, regionale Eigenständigkeit, tourismusorientierte Wirtschaftsentwicklung und Umweltmanagement legt.
Die Veranstaltung bot außerdem Gelegenheit zu einem bedeutungsvollen Austausch zwischen Forschenden, politischen Entscheidungsträgern und Praktikerinnen und Praktikern. Dadurch wurden Netzwerke gestärkt und das Verständnis für die aktuelle Lage in Nordkorea vertieft. Die Teilnehmenden diskutierten klimabezogene Herausforderungen und prüften potenzielle Kooperationsfelder im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung, insbesondere Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und Ziel 15 (Leben an Land).
Vor dem Runden Tisch besuchten die Teilnehmenden das Umweltprüf- und Analysezentrum des Rural Research Institute. Das Zentrum führt umfassende Analysen zur Sicherheit von landwirtschaftlichem Wasser und Boden durch, darunter die Überwachung der Wasserqualität, Bewertungen von Bodenverunreinigungen sowie Untersuchungen auf Schwermetalle und gefährliche Stoffe. Darüber hinaus unterstützt es schnelle Reaktionen auf Umweltverschmutzungsereignisse und leistet durch die langfristige Erhebung und Verwaltung von Umweltdaten einen Beitrag zu nachhaltiger Landwirtschaft und Klimaanpassung.