Print logo
Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

KCPC-HSS-EURAXESS
Runder Tisch zur globalen Sicherheit und ihren Auswirkungen auf die Koreanische Halbinsel

Globale Krisen, verschobene Machtverhältnisse und neue Dynamiken in internationalen Bündnissen verändern auch das sicherheitspolitische Umfeld auf der koreanischen Halbinsel. Bei einem Roundtable diskutierten Expertinnen und Experten, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf Südkorea, seine Nordkoreapolitik und seine strategischen Handlungsspielräume haben und wie das Land seine Rolle in einer zunehmend fragmentierten internationalen Ordnung stärken kann.

Der Roundtable am 11. Mai 2026 brachte Expertinnen und Experten sowie weitere interessierte Teilnehmende zusammen, um das sicherheitspolitische Umfeld Südkoreas in einer Zeit wachsender globaler Instabilität zu diskutieren. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie internationale Konflikte, sich verändernde Machtverhältnisse und neue Dynamiken innerhalb von Bündnissen die koreanische Halbinsel und die strategischen Handlungsmöglichkeiten Südkoreas beeinflussen.

Ein zentrales Thema der Diskussion war die zunehmende Verflechtung regionaler und globaler Sicherheitsherausforderungen. Die Teilnehmenden reflektierten darüber, wie Entwicklungen in anderen Weltregionen Nordostasien beeinflussen können, unter anderem mit Blick auf strategische Kalkulationen, sicherheitspolitische Partnerschaften und Fragen der Abschreckung. Deutlich wurde, dass Südkorea seine Sicherheit nicht allein im Kontext der innerkoreanischen Beziehungen betrachten kann, sondern sie stärker in einen umfassenderen internationalen Zusammenhang einordnen muss.

Darüber hinaus befasste sich die Diskussion mit der Zukunft der südkoreanischen Nordkoreapolitik. Erörtert wurden die Herausforderungen eines möglichen Dialogansatzes unter den gegenwärtigen Bedingungen sowie die sich wandelnde Bedeutung von Dialog, Abschreckung und Wiedervereinigung in der südkoreanischen Gesellschaft. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei politischen, generationellen und strategischen Veränderungen, die künftige Ansätze gegenüber der koreanischen Halbinsel prägen könnten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle von Bündnissen. Der Roundtable untersuchte, wie Südkorea, die Vereinigten Staaten, Europa und weitere Partner auf eine weniger vorhersehbare internationale Ordnung reagieren. Fragen der Lastenteilung, sicherheitspolitischen Eigenverantwortung und strategischen Handlungsfähigkeit wurden im Rahmen einer breiteren Debatte darüber diskutiert, wie Verbündete eng koordiniert bleiben und zugleich ihre eigenen Fähigkeiten stärken können.

Abschließend richtete sich der Blick auf die Zukunft der internationalen Ordnung. Diskutiert wurde, ob bestehende Normen und Institutionen herausgefordert, geschwächt oder grundlegend transformiert werden – und was dies für Südkorea bedeutet. Insgesamt bot die Veranstaltung eine breit angelegte Einschätzung dazu, wie Südkorea sich in einem zunehmend fragmentierten globalen Umfeld behaupten und seine Rolle als verantwortungsvoller und handlungsfähiger regionaler Akteur weiter stärken kann.