Print logo
Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

HSS bei Wasserkonferenz in Tadschikistan
HSS Korea nahm an internationaler Wasserkonferenz in Tadschikistan teil

HSS Korea nahm an der 4. Hochrangigen Internationalen Konferenz zur Internationalen Aktionsdekade in Duschanbe, Tadschikistan, teil und unterstrich die Bedeutung regionaler und internationaler Zusammenarbeit für ein nachhaltiges Wassermanagement.

Die 4. Hochrangige Internationale Konferenz zur Internationalen Aktionsdekade „Wasser für nachhaltige Entwicklung“ fand vom 25. bis 28. Mai 2026 in Duschanbe, Tadschikistan, statt. Die Konferenz brachte Regierungen, internationale Organisationen, Fachleute und weitere Akteure zusammen, um globale Herausforderungen im Wassersektor und Fragen eines nachhaltigen Wassermanagements zu erörtern. Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) nahm aktiv an der Konferenz teil. Dr. Hyun-Ah Choi, Senior Researcher der HSS Korea, leitete die Delegation der Stiftung.

Am Rande der Konferenz führte die HSS-Delegation zudem Gespräche mit der nationalen Delegation der Republik Korea, i-WSSM, CAIAG sowie dem Water and Wetlands Team der IUCN. Im Mittelpunkt standen zentrale wasserbezogene Herausforderungen in Asien sowie Möglichkeiten für eine stärkere regionale Zusammenarbeit. Die Gespräche hoben auch den bevorstehenden Korea–Zentralasien-Gipfel hervor, der im September dieses Jahres in Seoul stattfinden soll. Dieser wurde als wichtige Plattform zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Korea und den zentralasiatischen Staaten in Fragen gemeinsamer Wasserressourcen und eines nachhaltigen Wassermanagements bewertet. Darüber hinaus wurde betont, dass solche Kooperationsformate auch dazu beitragen könnten, gemeinsame wasser- und flussbezogene Herausforderungen auf der Koreanischen Halbinsel anzugehen.

Die Teilnehmenden wiesen darauf hin, dass der weltweite Wasserverbrauch in den vergangenen 40 Jahren um rund 1 Prozent pro Jahr gestiegen ist. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahrzehnten fortsetzt. Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung von SDG 6, dem Ziel für sauberes Wasser und Sanitärversorgung. Angesichts dieser wachsenden Herausforderungen betonten die Teilnehmenden die Notwendigkeit, regionale und internationale Kooperationsrahmen zu stärken, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte wirksam miteinander verbinden. Als wichtige Prioritäten wurden außerdem ein besserer Zugang zu Technologien zur Wassereinsparung, Systeme zur Wiederverwendung von Wasser sowie effiziente Lösungen für das Wasserressourcenmanagement genannt.

Die Diskussionen machten zudem deutlich, wie wichtig es ist, internationale und regionale Systeme der Wassergovernance weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Wasserressourcen zu schützen, Verschmutzung zu reduzieren und zu verhindern sowie nachhaltige Technologien im Wassermanagement zu fördern. In ihren Eröffnungsbeiträgen betonten nationale Vertreterinnen und Vertreter sowie Organisationen der Vereinten Nationen, dass zunehmender Wasserstress und eine steigende Nachfrage nach Wasser direkte Bedrohungen für die Menschheit, Ökosysteme und nachhaltige Entwicklung darstellen. Zugleich unterstrichen sie die Bedeutung von Solidarität und gemeinsamem Handeln bei der Bewältigung der wachsenden globalen Wasserkrise.

Während der gesamten Konferenz wurde wiederholt hervorgehoben, dass Erklärungen und Verpflichtungen allein nicht ausreichen. Gemeinsame Ziele und internationale Vereinbarungen müssen in konkrete Maßnahmen und praktische Lösungen umgesetzt werden, um eine nachhaltigere und wassersichere Zukunft zu ermöglichen.