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Central Asian Flyway Masterclass 2025
Virtuelle Masterclass zur Central Asian Flyway Initiative

Am 18. Juni 2025 diskutierten internationale Experten aus Ländern wie Indien, Korea und Usbekistan in einer von der Hanns-Seidel-Stiftung organisierten Masterclass über den Schutz von Zugvögeln entlang der Central Asian Flyway. Im Fokus standen CMS, Artenschutzprojekte, die Rolle von NGOs und nächste Schritte der Zusammenarbeit.

Am 18. Juni 2025 fand das von der Hanns-Seidel-Stiftung organisierte Virtual Masterclass-Webinar mit dem Titel „Cooperation to Enhance the Central Asian Flyway Initiative“ statt. Teilnehmer aus Ländern wie Indien, Korea, Usbekistan, Mongolei und Bhutan nahmen an der Veranstaltung teil. Im Zentrum standen Aspekte des Schutzes von Zugvögeln entlang des Central Asian Flyway. Thematisch behandelten die Beiträge die Arbeit des Sekretariats der Konvention über wandernde Tierarten (CMS), den Schutz der Großtrappe in Usbekistan, die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Flyway-Initiative und mögliche nächste Schritte in der regionalen Zusammenarbeit.

Tillmann Schneider (Avian Species Team, Sekretariat der Konvention über wandernde Tierarten CMS) legte für seine Sonderpräsentation den Fokus auf die Convention on Conservation of Migratory Species (CMS). Er betonte in seinem Vortrag die verschiedenen Aufgaben der Konvention sowie die Bedeutung von anderen Konventionen und multilateraler Kooperationen. Besonders relevant war die Central Asian Flyway Initiative, da diese sich über zahlreiche Länder sowie Arten erstreckt und damit in der Zukunft ein zentrales ökologisches Instrument in Asien sein kann. 

Oleg Kashkarov (Thema: „Großtrappenschutz in Usbekistan: Neue geschützte Gebiete und Aktionsplan“) präsentierte die Fortschritte und Aufgaben des Schutzes der Großtrappen in Usbekistan und betonte die Bedeutung des Projektes. Im Rahmen des Projektes war es möglich, den ersten Aktionsplan des Landes aufzustellen, basierend auf intensiver wissenschaftlicher Forschung. Auch ein Gebiet der besonderen Bedeutung für die Biodiversität wurde geschaffen, da dort die Großtrappen in großer Zahl überwintern. Des Weiteren wurden erste Schritte zur Ausweisung eines möglichen neuen Schutzgebietes eingeleitet.

Ramesh Kumar (Thema: „Vorschläge für die Central Flyway Initiative – Perspektiven von einer Nichtregierungsorganisation“) hob die Arbeit und Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) hervor. Eine zentrale Rolle von NGOs ist etwa die Schaffung ökologischer Verbindungen, Auffinden und Schließen von Wissenslücken sowie Erarbeitung, Befürwortung und Umsetzung nationaler Aktionspläne. Letzteres ist insbesondere dann wichtig, wenn staatliche Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen. 

Dr. Bernhard Seliger (Thema: „Nächste Schritte mit Central Asian Flyway“) präsentierte die Veranstaltungen und Aktivitäten der HSS im Kontext der Flyway-Initiative. Dazu gehören Konferenzen, Kongresse, kleinere Projekte sowie Workshops und Seminare, die als Plattformen für Wissensaustausch und Kapazitätsbildung dienen. Diese Veranstaltungen bieten zugleich die Möglichkeit, die Central Asian Flyway Initiative einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und Aufmerksamkeit zu gewinnen. Besonders hervorgehoben wurde eine kommende Hybridveranstaltung am 14. Oktober, zu der alle Teilnehmer herzlich eingeladen wurden. Weitere Informationen zur geplanten internationalen Konferenz in Almaty sollen in Kürze folgen. 

Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer über Kooperationsansätze zur Stärkung der Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit von Schutzinitiativen des CAF.