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Workshop auf Baengnyeong-do stärkt Meeresschutz
Baengnyeong-do-Workshop stärkt Zusammenarbeit im Meeresschutz

Expertinnen, Experten und Stakeholder kamen auf Baengnyeong-do zusammen, um über Meeresschutz, Green Detente und eine stärkere Zusammenarbeit für den Erhalt der Biodiversität im Gelben Meer zu diskutieren.

Der Workshop zum Meeresschutzgebiet (Marine Protected Area, MPA) auf Baengnyeong-do wurde vom 28. bis 29. April 2026 abgehalten und gemeinsam von Incheon KFEM und dem Climate and Ocean Policy Institute organisiert. Die Veranstaltung brachte Expertinnen, Experten und Stakeholder zusammen, um die ökologische Bedeutung von Baengnyeong-do zu diskutieren und Wege für einen verstärkten Meeresschutz auszuloten.

Baengnyeong-do liegt im Gelben Meer zwischen den beiden Koreas und dient als wichtiger ökologischer Korridor für gefährdete Arten, darunter Zugvögel und der Fleckenrobbe. Der Workshop hob die strategische Rolle der Insel hervor, den Schutz der Biodiversität mit dem Schutz mariner Ökosysteme in der Region zu verbinden.

Ein zentraler Programmpunkt war der Beitrag von Hyun-Ah Choi von der Hanns-Seidel-Stiftung Korea, die das Konzept der Green Detente vorstellte. In ihrer Präsentation betonte sie das Potenzial für innerkoreanische Zusammenarbeit durch Umweltkooperation, insbesondere im Bereich des Meeresschutzes.

Die Teilnehmenden befassten sich außerdem mit strukturellen Herausforderungen im Umweltsektor. Viele NGOs arbeiten weiterhin in kleinem Maßstab und häufig eher in konkurrierenden als in kooperativen Strukturen. Zwischen staatlichen Zusagen und deren tatsächlicher Umsetzung besteht weiterhin eine Lücke, während nachlassende Motivation unter Aktivistinnen und Aktivisten, fragmentierte Netzwerke und begrenzter Datenaustausch die gemeinsame Wirkung zusätzlich einschränken. Auch finanzielle Beschränkungen wurden als großes Hindernis benannt, da NGOs stark von staatlicher und industrieller Finanzierung abhängig sind.

Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, den Dialog fortzusetzen und die Zusammenarbeit zu stärken, um langfristige Meeresschutzbemühungen in der Region des Gelben Meeres zu unterstützen.