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Aktivität
Besucherprogramm in Mödlareuth - "Little Berlin"

Im Rahmen des Besuchsprogramms “Peace and Exchange in Europe and Northeast Asia – remembering, reconciliation, exchanges” besuchte die Delegation Mödlareuth, an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen.

Im Rahmen des Besuchsprogramms “Peace and Exchange in Europe and Northeast Asia – remembering, reconciliation, exchanges” besuchte eine Delegation verschiedene Städte und Sehenswürdigkeiten in Belgien, Deutschland, der Tschechischen Republik und Polen. Ziel der Reise ist es, den Dialog über Versöhnung und Frieden in Europa und Nordostasien zu fördern. Das Besuchsprogramm dauerte vom 26. Mai bis zum 1. Juni.

Mödlareuth wird oft als die "vom Krieg geteilte deutsche Stadt" oder "Klein-Berlin" bezeichnet. Eine Stadt, die teilweise in Bayern und teilweise in Thüringen liegt und von 1949 bis 1990 durch eine Mauer geteilt war. Mitten durch das Dorf verlief die Mauer, aber es gab keinen Kontrollpunkt, der das Überqueren auf die andere Seite des Dorfes unmöglich machte. Die Teilung des Ortes begann Anfang des 19. Jahrhunderts, als Außenstehende kamen und eine Seite des Ortes für bayerisch und die andere für thüringisch erklärten, getrennt durch einen Fluss. Diese Grenze hatte jedoch keine Auswirkungen auf das tägliche Leben der Bevölkerung. Die beiden Seiten konnten ohne Probleme miteinander umgehen. Diese Situation änderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Demarkationslinie ebenfalls durch diesen Fluss festgelegt wurde. Der Osten gehörte von da an zur Sowjetunion und der Westen zu den USA. Nach 1949 und der Gründung von West- und Ostdeutschland wurde diese Stadt in zwei Hälften geteilt. Nicht nur durch einen Fluss geteilt, sondern auch durch einen Zaun, den die Menschen nicht überwinden konnten. Die Menschen in Mödlareuth in Ostdeutschland wurden gezwungen umzuziehen, hatten eine Ausgangssperre und mussten sich an die strengen Regeln der DDR halten.

Im Jahr 1989, nach der Revolution und der Öffnung der DDR, durften die Menschen aus Ost-Mödlareuth nach West-Mödlareuth reisen, aber da es keinen Kontroll- und Übergangspunkt gab, war es für sie schwierig, die Grenze zu überschreiten. Mehr als einen Monat nach dem offiziellen Fall der Berliner Mauer wurde die Mauer in Mödlareuth geöffnet, und nach 37 Jahren wurden die beiden Teile einer Stadt wiedervereinigt. Heute ist das gesamte Dorf ein Museum, das an die Geschichte erinnert und die Unterschiede zeigt, die bis heute bestehen. Ziel des Museums ist es, die Geschichte der deutschen Teilung in ihrer Gesamtheit darzustellen. Nicht nur die Mauer und den Stacheldraht, sondern auch die Verbindung zur Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Mitglieder der Delegation waren Dr. Seliger (Landesvertreter HSS Korea), Nyambayar Purevsuren (Forscher am Nationalen Institut für strategische Studien der Mongolei: Economic Analyst at Parliament Television of Mongolia, aus der Mongolei), Hanna Suh (Research Fellow at CINAP; Committee Advisory Member at CBCK, aus Südkorea), Dr. Seiko Mimaki (Concurrent Researcher at Center for Transimperial History, aus Japan) und Prof. Meng Hong (Professor für deutsche Politik, Gesellschaft und Kultur an der Remin-University Beijing, aus China).