Aktivität
Besucherprogramm in der Euroregion Neisse - Nisa – Nysa
Im Rahmen des Besuchsprogramms “Peace and Exchange in Europe and Northeast Asia – remembering, reconciliation, exchanges” besuchte eine Delegation verschiedene Städte und Sehenswürdigkeiten in Belgien, Deutschland, der Tschechischen Republik und Polen. Ziel der Reise ist es, den Dialog über Versöhnung und Frieden in Europa und Nordostasien zu fördern. Das Besuchsprogramm dauerte vom 26. Mai bis zum 1. Juni.
Am 31. Mai besuchte die Delegation Trojmezí, wo sich die Grenzen von Deutschland, der Tschechischen Republik und Polen treffen. Trojmezí ist ein Ort, der den Besuchern besonders gefiel. Die Möglichkeit, Grenzen so einfach und ohne Kontrollen zu überschreiten, ist für nordostasiatische Regionen sehr ungewöhnlich. Die Reise wurde zum Teil von der Organisation Euroregion Neisse - Nisa - Nysa organisiert, die eine reiche Geschichte verkörpert, die durch jahrhundertelangen kulturellen Austausch und Zusammenarbeit geprägt ist. Die Regionen sind seit jeher miteinander verflochten und die Grenzen in diesem Gebiet haben sich verschoben. Trotz der Herausforderungen, die Kriege und Konflikte in der Vergangenheit mit sich brachten, haben die Gemeinschaften der Region ihre Widerstandsfähigkeit bewahrt und ein Gefühl der gemeinsamen Identität und Zielsetzung entwickelt.
In diesem Gebiet leben mehr als 1,5 Millionen Menschen, weshalb es wichtig ist, an folgenden Aspekten zu arbeiten: Beseitigung des negativen Einflusses der Staatsgrenzen dieser Region, Verbesserung des Lebensstandards der Bewohner, Verbesserung der natürlichen und kulturpolitischen Lebensbedingungen und Entwicklung des wirtschaftlichen Potenzials in dieser Region. Die Region gedeiht dank der Zusammenarbeit und der aktiven Maßnahmen ihrer Mitglieder. Es gibt drei Büros, in Zittau (Deutschland), Liberec (Tschechische Republik) und Jelena Gora (Polen). In 30 Jahren haben sie sich für die Verbesserung von Themen wie Infrastruktur, Aufbau von Umweltnetzwerken, Förderung der Wirtschaft und des Tourismus sowie Erleichterung des internationalen Handels untereinander eingesetzt. Neben diesen ämterübergreifenden Kooperationen hat jeder Standort sein eigenes kleines Projekt sowie die Ziele, an denen er individuell und lokal arbeiten soll. Auch die Bevölkerung der Region kann Projekte vorschlagen und bei der Organisation Mittel für Kleinprojekte beantragen.
Mitglieder der Delegation waren Dr. Seliger (Landesvertreter HSS Korea), Nyambayar Purevsuren (Forscher am Nationalen Institut für strategische Studien der Mongolei: Economic Analyst at Parliament Television of Mongolia, aus der Mongolei), Hanna Suh (Research Fellow at CINAP; Committee Advisory Member at CBCK, aus Südkorea), Dr. Seiko Mimaki (Concurrent Researcher at Center for Transimperial History, aus Japan) und Prof. Meng Hong (Professor für deutsche Politik, Gesellschaft und Kultur an der Remin-University Beijing, aus China).