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Seminar
23. Auslandskoreanerseminar

Am 20. November 2024 veranstaltete die Hanns-Seidel-Stiftung Korea gemeinsam mit dem koreanischen Institute for Peace Affairs das 23. Auslandskoreanerseminar. Bei dem Seminar kamen Experten zusammen, um wird die internationale Lage auf der koreanischen Halbinsel, die sich aus Nordkoreas Beteiligung am Ukraine-Krieg sowie den politischen Kursänderungen der neuen Regierungen in den Vereinigten Staaten und Japan ergeben hat, zu untersuchen. Darüber hinaus wurden Strategien zur zukünftigen Stabilisierung der Situation auf der koreanischen Halbinsel im Dialog mit koreanischen Experten aus dem Ausland erörtert. Das Seminar setzte sich zusammen aus zwei Präsentationen, sowie einer Diskussionsrunde der Experten.

Die erste von zwei Präsentationen wurde von Herrn Ha Kyung-Seok vom Zentrum für Sicherheit und Verteidigung gehalten. In seiner Präsentation betonte Herr Ha die pragmatische Neuausrichtung der US-Außenpolitik unter Trump, die sich auf nationale Interessen und selektive globale Engagements konzentriert. Südkorea habe die Chance erkannt, sich enger mit den USA gegen China abzustimmen, jedoch birgt dies Risiken wie eine mögliche Truppenreduzierung der USA in Korea und Herausforderungen in der Verteidigungsindustrie. Südkorea müsse diese Partnerschaft nutzen, um strategische Interessen zu fördern und gleichzeitig Risiken wie eine unkoordinierte Nordkorea-Politik zu minimieren.

Die zweite Präsentation wurde von Herrn Choi Hee-Sik – Professor der Japanologie an der Kookmin Universität – gehalten. Herr Choi Hee-Sik betonte, dass Japans Außenpolitik weiterhin von Abe Shinzos Vermächtnis geprägt ist, insbesondere in den Beziehungen zu Korea und der U.S.-Japan-Allianz. Unter Premierminister Kishida gibt es moderate Änderungen, aber historische Spannungen und Sicherheitsfragen bleiben zentral. Südkorea hat unter Präsident Yoon Fortschritte in den bilateralen Beziehungen erzielt, doch künftige US-Politik könnte neue Herausforderungen bringen.

Die anschließende Diskussionsrunde thematisierte zentrale Fragen zu Macht, Frieden und politischen Beziehungen auf der koreanischen Halbinsel, insbesondere Chinas Rolle und mögliche Auswirkungen einer Trump-Regierung auf die Geopolitik. Besondere Sorge galt Nordkoreas wachsender militärischer Einflussnahme, einschließlich einer möglichen Truppenentsendung nach Ukraine, was regionale Sicherheitsdynamiken erheblich verändern könnte.