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Konferenz
Internationale Beziehungen und Handelskonflikte nach COVID-19

Die globale COVID-19-Pandemie hatten einen massiven Einbruch des internationalen Handels und Austauschs zur Folge. Einige Experten befürchten die Folgen könnten nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene verheerend sein, sondern auch Brücken zwischen Ländern und Bürgern abbrechen, die durch Globalisierung und internationalen Austausch entstanden sind. Um die Herausforderungen für die internationalen Beziehungen und den Handel nach COVID-19 anzusprechen, veranstaltete das BK21 Plus Center for International Trade Dispute Resolution der Dong-A-Universität eine physische, jedoch sozial distanzierte Konferenz im Park Hyatt Hotel in Busan. Felix Glenk von der HSS Korea nahm daran teil und präsentierte über die Folgen von COVID-19 für Handel und Zusammenarbeit mit Nordkorea.

"Covid-19 kann zu einem Wandel in der öffentlichen Diplomatie führen", erwähnte Professor Jongpil Chung, der Sekretär der Busan Foundation for International Cooperation, in seiner Grundsatzrede und verwies auch auf die Befürchtungen, dass Nationalismus und De-Globalisierung wieder neu aufleben könnten. Institutionen, wie z.B. Universitäten, sind wichtiger als jemals zuvor, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Pando Son, Direktor des BK21 Plus Center for International Trade Dispute Resolution, begrüsste anschliessend die internationalen Sprecher für die Sitzung über internationale Handelskonflikte nach COVID-19.

Erster Sprecher war Kusuma Dewi des Indonesian Trade Promotion Centers, die den Handel zwischen Indonesien und Südkorea zusammenfasste und darlegte, wie internationale Abkommen den Rahmen für den Handel setzen. Sie wies darauf hin, dass die anhaltenden Unsicherheiten, Verhaltensänderungen sowie die unterschiedlichen Niveaus der wirtschaftlichen Entwicklung Herausforderungen sind, die mehr als zuvor vorhanden sind und dass internationale Rahmenbedingungen, wie z.B. die Welthandelsorganisation, wichtig sind, um angemessene Maßnahmen zu finden.

Anschliessend sprach Felix Glenk von der Hanns-Seidel-Stiftung über den Fall Nordkoreas. Kaum in die internationale Gemeinschaft integriert, mit begrenzten Handelspartnern und Handelsvolumen, ist der Fall einzigartig. Obwohl das Land angibt, dass es im Inland keine COVID-19-Fälle gibt, fehlen im Land unabhängige Stellen, die die Situation überprüfen und überwachen könnten. Auch das Handelsvolumen ist historisch gesehen gering, wobei China der wichtigste Handelspartner ist, doch neuere Statistiken zeigen, dass die Handelsdaten robust und stabil sind. Die HSS Korea bot in der Vergangenheit auch Capacity Building im Bereich des internationalen Handels für nordkoreanische Beamte und Manager an, aber nachdem internationale Sanktionen die Arbeit an diesem Thema zunehmend erschwerten, konzentriert sich die HSS Korea nun auf das Thema Umwelt, um eine gemeinsame Basis für Austausch und Zusammenarbeit zu finden. Zum Abschluss seines Vortrags betonte Felix Glenk, dass globale Veränderungen, wie die Pandemien oder der Klimawandel, zu globalen Herausforderungen führen, aber auch globale Chancen sein können.

Die Veranstaltung wurde mit Sprechern fortgesetzt, die sich auf "Taiwans Maßnahmen gegen Veränderungen im Welthandelssystem" und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Republik Korea und Russland in der Zeit nach dem COVID-19 konzentrierten.

Die zweite Sitzung zu den internationalen Beziehungen nach dem COVID-19 befasste sich dann mit verschiedenen Fragen zu Taiwans nationaler Sicherheit, der Politik der japanischen Regierung und der chinesischen Wirtschaft. Alle Sitzungen wurden von den Zuhörern und Vertretern akademischer Einrichtungen in Südkorea diskutiert.