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Exkursion
Innerkoreanischen Forstzentrum in Paju

Die innerkoreanische Zusammenarbeit auch im Bereich der Forstwirtschaft ist von großer Wichtigkeit, da die Aufforstung Nordkoreas eine nationale Priorität auf ihrer Projektagenda einnimmt und Südkorea in der Vergangenheit in diesem Bereich sehr ähnliche Erfahrungen durchlebt hat und somit mit wichtigem Expertenwissen und Fähigkeiten zum Erfolg Nordkoreas beitragen kann.

In diesem Sinne wurde am 3. Juni 2020 in Paju, nahe der innerkoreanischen Grenze, das Zentrum für innerkoreanische Forstzusammenarbeit mit Gästen aus Politik und Gesellschaft eröffnet. Es wird vom koreanischen Forstdienst betrieben und wurde vom Wiedervereinigungsministerium unterstützt. Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) in Korea arbeitet sowohl in Süd- als auch in Nordkorea an einer nachhaltigen Forstwirtschaft. In diesem Jahr plant die HSS beispielsweise eine kleine Aufforstung in Goseong, Gangwondo, einem Partnerbezirk der HSS, wo Waldbrände viele tausend Hektar Wald zerstört haben.

Diesbezüglich führt die HSS auch Gespräche mit anderen Partnern über Möglichkeiten des Ökotourismus und der Umweltbewusstseinsbildung im Landkreis Goseong, um nachhaltige Lösungen und eine gesunde Einstellung für den Erhalt von Biodiversität zu ermöglichen.  In Nordkorea arbeitet die HSS seit zehn Jahren mit dem Ministerium für Land- und Umweltschutz bei der nachhaltigen Aufforstung zusammen. Aufgrund des Engagements der Stiftung bezüglich ihrer Arbeit, ist die Erfüllung der Aufgaben des neuen Zentrums ein wünschenswertes Ziel, da es zur innerkoreanischen Waldkooperation und letztlich zum Frieden beitragen würde.