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Webinar
Entwicklung einer gemeinsamen Bestandsaufnahme des Zustands der Zugvögel im West/Gelben Meer

Am 27. Mai. von 14:30 bis 18:00 (KST) veranstaltete das EAAFP-Sekretariat zusammen mit der IUCN, dem Ramsar Ost-asiatischen Regionalzentrum, ein Webinar zum Thema „Entwicklung einer gemeinsamen Bestandsaufnahme des Status von Zugvögeln im West/Gelben Meer.“ Dr. Bernhard Seliger, Vertreter der Hanns-Seidel-Stiftung Korea, gab einen Vortrag über den Erhaltungsstatus von Zugvögeln und leitete mit Monitoringansätze in Nordkorea ein.

Die Küste Nordostasiens, auch West/Gelbes Meer genannt, wird von der Republik Korea (RoK), der Demokratischen Volksrepublik Korea (DPRK) und der Volksrepublik China (VRC) geteilt und ist auch der Abschnitt, wo die meisten Zugvögel auf der Ostasiatischen-australischen Flugroute (EAAF) Halt machen. Das West/Gelbe Meer ist das größte Gebiet der Gezeitenebenen auf der Erde und bietet lebendwichtige Ökosystemdienstleistungen wie Fischerei, Katastrophenvorsorge, blaue Kohlenstoffspeicherung und Widerstandskraft gegen den Klimawandel. In den letzten 50 Jahren sind aufgrund der Degradation und der Landgewinnung in den nordostasiatischen Ländern mehr als 60% der Feuchtgebiete verschwunden, und die Zahl der natürlichen Ressourcen und der Zugvögel im West/Gelben Meer ist in den letzten 40 Jahren drastisch zurückgegangen. Da sich diese Probleme auf die Abhängigkeit der drei Länder von der Lebensgrundlage auswirken können, sind ein erfolgreiches Management und Schutz durch Koordinierung und Informationsaustausch zwischen den Ländern von größter Bedeutung.

Das Webinar wurde von Hyeseon Do, Programmbeauftragter im EAAFP-Sekretariat, moderiert. Ziel des Webinars war, ein gegenseitiges Verständnis zwischen beteiligten Forschern und Regierungsvertretern in den drei Ländern des West/Gelben Meeres hinsichtlich der möglichen Entwicklung eines gemeinsamen Inventarmechanismus und einer gemeinsamen Plattform zu entwickeln, bestehende Daten und mögliche Aktivitäten für ein harmonisiertes Inventar für wandernde Wasservögel zu überprüfen eine umfassende Bestandsaufnahme der Zug- und Brutvögel im West/Gelben Meer zu erstellen und die Kontakte zwischen den zuständigen Regierungsstellen zu stärken mit den Forschern, der Zivilgesellschaften und der Arbeitsgruppe. Die Grundsatzrede wurde von Professor Richard Fuller von der University of Queensland gehalten. Er berichtete über den Erhaltungsstatus der Zugvögel und nationale Statistiken, Zukunftspläne und Monitoring-Ansätze.

Anschließend tauschten Experten Erkenntnisse über den Erhaltungszustand der Zugvögel aus und führten Monitoringansätze in den Anrainerstaaten des West/ Gelben Meeres ein. Dr. Kim Hwa Jeong vom Umweltministerium un Frau Lee Gusung vom Ministerium für Ozeans und Fischerein stellten RoK’s Bemühungen vor und Dr. Zeng Qing von der Pekinger Forstuniversität teilte den Status Quo der VR China. Dr. Bernhard Seliger, Vertreter der Hanns-Seidel-Stiftung Korea, gab Einblicke in den nordkoreanischen Zugvogelschutzstatus und Monitoringmethoden. Feuchtgebiete, Zugvögel und ihr Lebensraum sind durch umfangreiche Erschließungs- und Landgewinnungsprojekte im West/ Gelben Meer stark betroffen. Daher ist die Bedeutung der Feuchtgebiete Nordkoreas und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der nordkoreanischen Regierung mit der internationalen Gemeinschaft noch wichtiger. Dr. Seliger betonte insbesondere die Entwicklung von Hilfe zur Selbsthilfe- und Bildungssystemen zum Schutz von Zugvögeln und Feuchtgebieten in Nordkorea.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion sprachen Bernard Baerends, Exekutivsekretär des Gemeinsamen Wattenmeer-Sekretariats, Nichola Crockford, Internationale Beauftragte für Artenschutz bei Birdlife international, Jimmy Choi, Research Assistent Professor an der Southern University of Science and Technology und Myoun Ho, Vizepräsident des Eco-Horizon-Instituts, über das gemeinsame Monitoring und die Entwicklung von Roadmaps. Die Experten waren sich einig, dass die Bemühungen von Freiwilligen aus der Privatwirtschaft, Vogelpopulation zu identifizieren, für die Überwachung von Zugvögeln wichtiger sind. Darüber hinaus bedarf es eines Fahrplans für die gemeinsame Bewirtschaftung der Küstenfeuchtgebiete auf der koreanischen Halbinsel und der VR China sowie eines international koordinierten Überwachungssystems. Sie betonten, dass die derzeitigen Bemühungen des Privatsektors im gesamten West/Gelben Meer ausgeweitet werden sollten, um sich aktiv an der praktischen Arbeit.

 

Schließlich sprachen die Verantwortlichen der Arbeitsgruppe über die Zusammenarbeit beim Schutz der wandernden Wasservögel um ihren Lebensraum im West/Gelben Meer im Rahmen der Reihe der Welterbe-Nominierungen. Dr. Moon Kyong-O, Generalsekretär des koreanischen Teams zur Förderung von Getbol („Wattenmeer“) als Welterbe, erklärte das Getbol, ein koreanisches Watt, das bald zum Weltkulturerbe erklärt wird, und sprach über die Bedeutung und Zukunft von Getbol. Doug Watkins, Geschäftsführer des EAAFP-Sekretariats, sagte abschließend, bis zu dem Tag zu arbeiten, an dem die drei Länder, die RoK, DRPK und die VRC ihre Kräfte vereinigen, wie es die internationale Zusammenarbeit im Wattenmeer in der Vergangenheit getan hat.